Bürgermeisterin Sonja Leidemann stellte die Saubermann-Aktion gestern vor.

„Aus“ für wildes Plakatieren ist beschlossen

Werbe-Rahmen gegen Entgelt zu mieten

Witten. Einen weiteren Vorstoß für ein gepflegteres Straßenbild macht jetzt die Stadt. Um das wilde Plakatieren zu unterbinden, werden 70 Werbe- Rahmen im öffentlichen Straßenraum an Laternen und Pylonen angebracht. Dort, und nur dort soll Werbung im öffentlichen Straßenraum stattfinden – neben Litfaßsäulen und Großplakatwänden.

Saubermann-Aktion

Bürgermeisterin Sonja Leidemann stellte gestern die Saubermann- Aktion zusammen mit den Kooperationspartnern vor. Thomas Lehner von Ströer Deutsche Städte Medien GmbH und die Städtewerbung Werner Schnelle haben mit dieser Form der kanalisierten Werbung in anderen Städten bereits erfolgreiche gewirkt. „Das wilde Plakatieren nimmt schlagartig ab“. hat Werner Schnelle festgestellt. Denn ab sofort werden schwarze Schafe gezielt verfolgt. Sobald ein unerwünschtes Plakat entdeckt wird, schalten sich Mitarbeiter der Verkehrabteilung und der Städtewerbung ein. Der Verursacher wird ermittelt. „Wir werden natürlich nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen“, so Stadt-Mitarbeiter Frank Racherbäumer, „aber wir werden deutlich machen, wie es künftig zu laufen hat.“ Wer die Werbe-Rahmen nutzen möchte kann sie anmieten. Mindestens für eine Woche. „Wer zehn Plakate eine Woche hängen möchte, zahlt rund 70 Euro“, rechnet Werner Schnelle vor.

Für eine kostenlose Erstausstattung der Werbe-Rahmen sorgte die WerkStadt mit kunterbunten Kinderbildern. Melden können sich Mielwillige bei Frank Racherbäumer und Yvonne Manzke von-der Verkehrsabteilung unter Tel. 581-3250 oder 581-3283. Auch Bürger, die wildes Plakatieren melden möchten, sind dort an der richtigen Adresse.

Das „wilde Plakatieren“ gilt nicht für die Parteien im Wahlkampf. Sie haben dazu ein verbrieftes Recht, allerdings an Stellen, die das Ordnungsamt abgesegnet hat.