Andreas Hester (Ordnungsamt, v.l.), Werner Schnelle (Städtewerbung SWS) und Bürgermeister Werner Eickler stellten gestern das Plakatierungskonzept für die Stadt Winterberg vor. Foto: Jutta Klute

Konzept gegen „wildes“ Plakatieren

Stadt Winterberg arbeitet mit der Städtewerbung SWS zusammen /150 Alurahmen im gesamten Stadtgebiet

WINTERBERG (ju) Uralte, optisch sehr schäbige und oftmals schlecht befestigte Plakate, die sich auf den Gesamteindruck der Ortsbilder negativ auswirken – das soll es im Winterberger Stadtgebiet künftig nicht mehr geben. Gestern hat die Stadt Winterberg ein Konzept vorgestellt, mit dem sie gegen „wildes Plakatieren“ vorgehen will.

Gelingen soll dies in Zusammenarbeit mit dem Städtewerbungsunternehmen Schnelle GmbH (SWS). In Olsberg und Brilon ist das Unternehmen bereits tätig.

Im April wurde in Winterberg ein einjähriges Pilotprojekt gestartet. Dabei wurden stadtweit bereits 150 Alurahmen, in die Plakate bis zur Größe DIN Al eingeschoben werden können, an Laternenmasten in allen Ortsteilen auf Kosten der Schnelle GmbH angebracht. Die Standorte wurden mit den Ortsvorstehern abgestimmt. Werben können darin sowohl Vereine als auch kommerzielle Anbieter. Den Vereinen werden 60 dieser Rahmen kostenlos zur Belegung mit Veranstaltungsplakaten zur Verfügung gestellt. Um verschiedene Veranstaltungen gleichzeitig bewerben zu können, können die Vereine jeweils bis zu 20 Plakate aufhängen lassen; wenn keine Parallelveranstaltungen sind, auch weitere darüber hinaus.

Die Vereine können ihre Plakate direkt bei der Stadt oder bei der SWS abgeben, die sich um die Installation kümmert. Bürgermeister Werner Eickler und Andreas Hester vom Ordnungsamt erklärten, dass dieses Angebot bei den Vereinen bereits auf eine sehr gute Resonanz gestoßen sei.

Vereine können darüber hinaus wie bisher Plakate an den örtlichen Anschlagtafeln oder in Schaufenstern von Geschäften selbst aufhängen.

„Mit dem neuen Plakatierungskonzept konnte eine Regelung gefunden werden die einerseits gewährleistet, dass unsere Ortsbilder positiv beeinflusst werden, die andererseits aber auch für unsere Vereine eine Verbesserung beinhaltet“, so Bürgermeister Werner Eickler.

Kommerzielle Anbieter müssen für das Anbringen ihrer Werbung – wie bisher auch – zahlen. Plakate, die wie in der Vergangenheit oft praktiziert einfach an Bäumen, Laternen, Bushaltestellenhäuschen etc. angebracht werden, werden künftig durch das von der Stadt beauftragte Städte- werbungsunternehmen entfernt.