Werner Schnelle (v.l.) von der Firma SWS sowie Christian Anschag und F. Lage vom Fachbereich Ordnung vor einem der 31 Plakatrahmen in Rhede: Vertrag zwischen SWS und Stadt wurde nun verlängert.

Rahmen bleiben weitere fünf Jahre

Seit November ist eine Firma für das Plakatieren von Werbung und das Entfernen „Wilde Plakate“ in Rhede zuständig. Die Stadt hat den Pachvertrag nun verlängert.

RHEDE Am Anfang war es zunächst , ein Versuch auf Zeit. Ein Jahr lang wollte die Stadt das neue Plakatierungssystem ausprobieren und in dieser Zeit sehen, ob dadurch die Zahl der „wilden Plakate“ im Stadtbild geringer wird. Der Test ist offenbar gelungen. Denn nun hat die Stadt den Pachtvertrag mit dem Betreiber des Plakatierungssystems verlängert, und zwar gleich um fünf Jahre.

Die bisherige Vertrag mit der Firma Städtewerbung Schnelle (SWS) aus Büren bei Paderborn wäre Ende Oktober ausgelaufen. Zunächst hatten die Stadt Rhede und das Untemen eine einjärige Probezeit vereinbart. „Das System hat sich bewährt“, sagte nun Rudi Lage, Leiter des, städtischen Fachbereichs Bauen und Ordung. „Das wilde Plakatieren in der Stadt ist nahezu auf Null zurückgegangen.“

Und genau darauf kam es der Stadt bei dem Pachtvertrag an. Dieser sieht folgendes vor: Die Stadt erteilt der Firma Städtewerbung Schnelle das Recht, sich im gesamten Stadtgebiet um die Plakatierung zu kümmern. Dafür vorgesehen sind Metallrahmen die in 2,20 Meter Höhe an bestimmten Straßenlaternen in Rhede hängen. Veranstalter, Gewerbetreibende und andere Interessierte können sich gegen ein Entgelt einbuchen. Dafür sorgt die Firma Schnelle dafür, dass ,,wilde Plakate“ – die im übrigen verboten sind – aus dem Stadtbild verschwinden.

„Auch wirtschaftlich sind wir als Firma zufrieden“, bilanziert Werner Schnelle, Prokurist von SWS, nach einem knappen Jahr Plakatierung in Rhede. Eine Pacht muss Schnelle nicht an die Stadt zahlen. Im Gegenzug stehen der Stadt dafür bislang 24 Plakatflächen zur Verfügung, auf denen die Stadt für eigene Veranstaltungen, etwa für den Wochenmarkt oder die Kirmes werben kann. Auch das lohnt sich offenbar für beide Seiten. Denn künftig soll dieser Freiaushang für die Stadt von bislang 38 % auf dann 50 Prozent erhöht werden. Von den insgesamt 60 Flächen darf die Stadt dann 30 unentgeltlich belegen.

Etwa einmal die Woche fahren Mitarbeter von SWS, auf der Suche nach illegalen Aushängen durch Rhede. In den ersten beiden Monaten habe man noch regelmäßig „wilde Plakate“ entdeckt, berichtet Schnelle. Die Zahl sei dann jedoch schnell nach unten gegangen. Davon abgesehen, seien die illegalen Plakatierer seine Kunden von morgen, fügt der SWS-Prokurist hinzu. Seine Firma betreibt das Plakatierungssystem nach eigenen Angaben mittlerweile in 70 Städten.