Wildes Plakatieren hat in Nersingen ein Ende

Wildes Plakatieren

Wildes Plakatieren gehört in Nersingen bald der Vergangenheit an.

Nersingen Schon im alten Rom gabs Ärger mit wilden Plakatieren. Um ein geordnetes Stadtbild zu sichern, wurden alle Mitteilungen auf gleichmäßig großen, weißen Holztafeln, den „albae“, veröffentlicht. Man könnte sie als Vorläufer der Plakatwerbung bezeichnen. Diese hat bis heute überlebt. Zum Verdruss vieler Kommunen überlebte mit ihr auch die wilde Plakatiererei.

Sauberes Ortsbild garantiert Das wird in Nersingen und seinen Ortsteilen künftig ein Ende haben. Auf Beschluss des Gemeinderates wurde dort, vorerst für ein Jahr, ein Vertrag mit der Städtewerbung Süd (SWS) geschlossen. Dieses Plakatierungskonzept garantiert nicht nur ein sauberes Ortsbild, es führt auch zu einer geordneten Plakatierung und Entsorgung und es bringt eine erhebliche Entlastung der Verwaltung und der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder mit sich, die mit der Plakatierung von Veranstaltungen beauftragt sind‘, sagte Nersingens Bürgermeister Erich Winkler bei der Vorstellung des Konzepts. In insgesamt 34 Leichtmetallrahmen (Größe 1,68 mal 1,26 Meter) können künftig Plakate bis DIN A1 hinter Glas angebracht werden. 14 Tage lang können Vereine diese Plakatierungsmöglichkeit kostenlos nutzen. Sie werden in einer Höhe von 2,20 Metern an Laternenmasten angebracht und teilen sich wie folgt auf: Leibi 3, Oberfahlheim 3, Unterfahlheim 3, Straß 8, Nersingen 17. Für kleinere DIN A4-Plakate, werden vor Ort kleinere Rahmen angebracht die in einer Art Pinnwand benutzt werden können. Die Plakate werden von SWS aufgehängt und auch wieder entfernt. Einmal wöchentlich wird kontrolliert, ob alle in Ordnung sind. Wilde Plakatierungen werden entfernt. Kein Vereinsmitglied muss sich künftig zum Plakatkleben auf den Weg machen und dem Bauhof bleibt das Entfernen von „abgelaufenen“ oder zerrissenen Plakaten erspart. Konzept kostet die Gemeinde nichts Das Konzept bleibt für die Gemeinde kostenfrei, da sich die Nutzung 50 zu 50 Prozent aufteilt. Das heißt, wenn die gemeindliche Nutzung keine Vollbelegung notwendig macht, was besonders für die „saure Gurkenzeit“ gilt, kann die SWS den freien Platz zur Eigenwerbung oder zum Beispiel für die SOS-Kinderdörfer, für Museumsveranstaltungen oder für gemeinnützige Vereine nutzen. Für professionelle Veranstalter gilt eine gestaffelte Preisliste, wobei für kulturelle Veranstaltungen der geringste Preis angesetzt ist. Bürgermeister Winkler will dem Gemeinderat vorschlagen, dass auch Wahlwerbung der Parteien auf mobilen SWS-Werbeträgen angebracht wird. (mde)