Cornelia Pfau (links) und Werner Schnelle von der Städtewerbung Süd in Hohenaltheim stellten dem Gemeinderat die Plakatrahmen vor. An 20 Standorten in Sontheim werden jetzt Rahmen für je zwei Plakate angebracht. Gemeinde und Vereine dürfen zehn Ständer kostenlos benutzen.

Sontheim geht gegen wildes Plakatieren vor

Firma stellt Plakatrahmen auf Gemeinde und Vereine werden kostenlos bedient

SONTHEIM/BRENZ. ,,Wir sollen das wilde Plakatieren einschränken und für ein einheitliches Bild der Plakatwerbung in der Ortschaft sorgen“, regte Bürgermeister Matthias Kraut in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an.

Die Werbung auf Plakatständern habe während der vorigen Jahre erheblich zugenommen. Wie die Verwaltung darlegte, werde von den einzelnen Firmen völlig unterschiedlich plakatiert. Zum Teil würden Plakatständer eingesetzt oder Plakate an Lichtmasten, Verkehrszeichen und auch an Brückengeländern befestigt.

Durch diese Plakatierung werde sowohl das Ortsbild optisch beeinträchtigt, und es treten oftmals Schäden am Schutzanstrich von Masten und Brückengeländern auf. Um diese Beeinträchtigungen zu vermeiden, gebe es die Möglichkeit, die Plakatierung nur noch in eigens angebrachten Plakatrahmen zuzulassen. Cornelia Pfau und Werner Schnelle von der Firma SWS Städtewerbung Süd aus Hohenaltheim im Ries unterbreiteten dem Gemeinderat dafür ein Angebot.

Zum Testen wurden im vorigen Jahr im Bereich des Zugangs zum Brenzer Schloss mehrere Plakatrahmen durch die Firma Pfau angebracht die mit Plakaten der Gemeinde Sontheim an der Brenz bestückt wurden.

Das Anbringen von Plakaqahmen bringt nach Darstellung der Verwaltung folgende Vorteile: ein modernes, geordnetes und einheitliches Erscheinungsbild; keine unterschiedlichen Werbeträger in Bezug auf Material, Format und Qualität, keine Plakate, die herunterhängen, eine übersichtliche Menge an Plakatrahmen an festgelegten Standorten, Überwachung bzw. Entfernen von Wtldplakaten zum ulltarif, keine weiteren Beschädigungen von Lichtmasten durch nicht professionelle Werbung mit Klebeband und rostigem Draht, die Kosten für Kaufund Montage der Rahmen übernimmt die Städtewerbung Süd.

,,Zuviel Schrott steht an der Straße“, sagte Comelia Pfau dem Gemeinderat, als sie gemeinsam mit Werner Schnelle ihr Angebot erläuterte und die Plakatständer vorstellte. In über 100 Städten seien sie bereits etabliert. SWS Städtewerbung Süd schlug der Gemeinde Sontheim für die Vergütung ihrer Arbeit zwei Möglichkeiten vor. Erstens könnte die Gemeinde 20 Prozent des ettoumsatzes einstreichen, zweitens könnten sämtliche Plakate der Gemeinde und der örtlichen Vereine kostenlos plakatiert werden.

Gemeinderat Erwin Resch wollte das Angebot nicht wahrnehmen, weil es ihm zu aufwendig erscheint, doch eine Mehrheit im Gremium will zumindest einen einjährigen Versuch starten.

Der Gemeinderat beschloss mit Mehrheit, dass die Städtewerbung Süd in Sontheim an der Brenz an insgesamt 20 Standorten Ständer für je Zwei Plakate aufstellen darf. Zehn Ständer-also Platz für 20 Plakate – sind für die Gemeinde Sontheim und die örtlichen Vereine reserviert und können kostenlos genutzt werden. Der Vertrag gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich ohne Kündigung um weitere zwei Jahre.