Welver ist die 90. Kommune, die den Vertrag mit Werner Schnelle (2. v.1.) von der Städtewerbung Schnelle in Büren-Wewelsburg unterzeichnete. Mit ihm präsentierten Bürgermeister Wolfgang Hörster, Detlev Westphal und allg. Vertreter Mattuias Lürbke (1.) eine der Tafeln. Foto: Dräger

Welver bleibt bei der Werbung im Rahmen

Vereine können plakatieren wie immer Vertrag unterzeichnet

WELVER (gd) Im Rathaus wurde gerade der Vertrag unterzeichnet, da konnten an der Beckumer Straße bereits die neuen Werbetafeln bewundert werden. An 25 Standorten installiert die Stadtwerbung Schnelle jetzt die doppelseitigen Plakatträger an den Laternenmasten.

Damit präsentiert sich die Gemeinde sauberer. „Drei Plakate an einer Laterne, das gibt es nicht mehr“, erklärte Detlev Westphal vom Fachbereich 1. Mussten bislang Plakatierungswünsche bei der Gemeinde gemeldet und mit 22,50 bis 25 Euro bezahlt werden, soll fällt diese Arbeit jetzt weg. Ein Jahr lang übernimmt das Team von Werner Schnelle vorerst die Plakatierung, mit Verlängerungsoption für fünf Jahre. Die Gemeinde erhält dafür 15 Prozent vom Umsatz sowie einen jeweils zweiwöchigen Freiaushang für fünf Veranstaltungen. Die Scheidinger · Herbstkirmes macht gemeinsam mit dem Familienmarathon den Anfang.

Westphal hat in den Verhandlungen mit der Stadtwerbung Schnelle festgelegt, dass die heimischen Vereine -ebenso wie ilie kleinen Zirkusunternehmen – von dieser Vereinbarung nicht betroffen sind. Sie können plakatieren wie gewohnt. Das wilde Plakatieren aber – damit ist jetzt Schluss. Plakatierungswünsche werden direkt an die Firma Schnelle weitergeleitet. Sie bietet eine vierzehntägige Aktion mit zwanzig Plakaten für 86, 80 Euro an.

Sie holt die Plakate im Bürgerbüro ab, schiebt sie in die Alurahmen hinein und entfernt sie nach Vertragsablauf wieder. ,,Wir brauchen keinen Leim und nichts. Alles bleibt sauber,“ preist Werner Schnelle den Service. Seine Mitarbeiter werden auch vom Ordnungsamt alarmiert, wenn wilde Plakatierer ihr Unwesen treiben und sich das Geld sparen wollen.

„Natürlich werden bei den Plakataktionen die Gesetze beachtet“, erläutert allg. Vertreter Matthias Lürbke. Auch die guten Sitten werden befolgt. Ein nackter Popo in 2,50 Meter Höhe am Laternenpfahl? Oder die Werbung für eine Erotikmesse am Volkstrauertag? In diesem Fall schickt die Firma ein Plakat nach Welver. Im Rathaus wird dann entschieden, ob ein Aushang erfolgt oder nicht.

Dreizehn Aluminiumrahmen hängen seit gestern im Zentralort, an den Hauptachsen und auch in der Fußgängerzone. Die weiteren Doppel- Werbetafeln werden wie folgt verteilt: Scheidingen 4, Illingen 1, Dinker 3, Borgeln 2 und Schwefe 2. Berwicke, das ursprünglich auch in den Verteiler mitaufgenommen werden sollte, geht leer aus. Hier gibt es nur hölzerne Laternenmasten – und die Monteure des Energieversorgers müssen da mit Steigeisen hoch.